Skurrile Statistiken der Wiesn 2014 und Reservierungstipps für 2015

© abendzeitung-muenchen.de

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Die Wiesn-Hendl sind gerade verdaut und der süße Kater in ausreichend weiter Entfernung, um allmählich wieder das ein oder andere Helle an den letzten Biergartennachmittagen genießen zu können. Doch der echte Münchner oder selbsternannte Wiesn-Kenner weiß – lange ausruhen „is nich“… bereits in einigen Wochen denkt der gemeine Wiesn-Fan bereits wieder an die Reservierungen für das kommende Jahr.

Gut, vor dem Start des neuen Jahres geht selbst bei den großen und sehr beliebten Zelten nicht viel und Reservierung sind noch gar nicht möglich. Aber das Jahr ist erfahrungsgemäß schneller rum als einem lieb ist und bereits nach Auskurieren des Silvesterkaters kann man schon einmal starten, sich auf den Homepages der üblichen Verdächtigen umzusehen.

Bleiben wir aber erstmal bei den allgemeinen Fakten und einer kleinen Auswertung des gerade erst halbwegs verdauten Oktoberfests, dass heuer allerdings nicht gerade sämtliche Rekorde gebrochen hat. Mag vielleicht auch am eher bescheidenen Wetter gelegen haben.

Skurrilles, nutzloses Wissen, unfassbare Fakten – Wiesn eben…

© oktoberfest-live.de

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Heuer kamen rund 6,3 Millionen Menschen zum größten Volksfest der Welt auf die Theresienwiese, etwas weniger als im Vorjahr. Interessant auch die Bemerkung auf oktoberfest.de, dass eine gewisse „Entschleunigung“ stattgefunden hat. Es ging entspannter zur Sache als in den Vorjahren, es wurde mehr geschlendert und in Ruhe die Stimmung genossen. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die „Oide Wiesn“, die ursprünglich 2010 zur Jubiläums-Wiesn eingeführt wurde und aufgrund des starken Zuspruchs der Besucher fortan jährlich stattfindet – allerdings im Wechsel mit dem Landwirtschaftsfest, das alle vier Jahre eben jenen Teil der Wiesn für sich beansprucht.Hier kann man dem Standard-Touri-Sauf-Trubel ziemlich gut entkommen, mit Familie & Co. einen eher gediegenen Nachmittag oder Abend verbringen und für nur 3 EUR Eintritt Fahrgeschäfte im historischen Stil – also eher für die Kids – ohne oder mit wenig Zuzahlung unbegrenzt fahren und sich dabei über freie Plätze in Biergärten und Zelten freuen.

Wieviele Liter Bier werden im Schnitt getrunken? Wieviele Fahrgeschäfte gibt es? Wie groß ist die Wiesn eigentlich? Und gibt es überhaupt noch Raucherzelte? Diese und weitere interessante Fakten könnt ihr in recht übersichtlicher Form z. B. auf wiesnportal.de oder auch oktoberfest-live.de nachlesen. Einen besonders hübschen Überblick – sozusagen eine interaktive Infografik – über Daten und Fakten zur Wiesn hat ebookers online gestellt. Meiner Meinung nach eine sehr nette Idee für Zuagroase, Touristen und sonstige Neulinge auf dem Planeten Oktoberfest. Hier geht es zur Grafik.

© abendblatt.de

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Diese enthüllt, dass z. B. während der Wiesn 2013 stolze 600 Führerscheine abgenommen wurden (man mag sich nicht vorstellen, welche Geschichten dahinterstecken 🙂 ) oder sage und schreibe 226.000 Personen dabei erwischt wurden, wie sie einen Bierkrug stehlen wollten. Gut, als Tourist würde ich das wohl auch versuchen oder mir denken „Bei dem Preis, muss doch der Krug inklusive sein!“ 😀

Auch die Süddeutsche Zeitung kann sich dem After-Wiesn-Trubel und der allzu witzigen Auswerterei nicht entziehen und hat – ganz im modernen Stil – eine ebenfalls umfangreiche und hübsche Infografik zu sämtliche aberwitzigen Fakten der Wiesn 2014 veröffentlicht.Demnach mussten z. B. genau 3.603 Menschen medizinisch behandelt werden, 36 Mal kam es zu Prügeleien mit Maßkrügen. 681 Besucher erlitten eine Alkoholvergiftung, der erste Patient mit dieser Diagnose wurde exakt 125 Minuten nach dem initialen Fassanstich eingeliefert. Während der gesamten 15 Tage der Wiesn lag der Stromverbrauch bei knapp 3 Millionen Kilowattstunden. Das Wiesn-Fundbüro meldete übrigens u.a. zwei Eheringe, ein iPhone 6, 230 Brillen und 900 Ausweise, die ihren Besitzer suchen.

© sueddeutsche.de

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Jetzt schon an 2015 denken!

Aber zurück zum Ausgangsthema: Nach der Wiesn ist vor der Wiesn! Also, setzt euch einen Reminder, stellt den Wecker, sagt allen Freunden Bescheid … ab Anfang 2015 geht’s wieder los mit der Reservierungsschlacht, dem Bitten & Betteln bei sämtlichen Zelten und unzähligen erfolglosen Versuchen, sich über irgendwelche Online-Portale einigermaßen bezahlbare Tickets zu sichern. Eines kann ich aus Erfahrung heraus auf jeden Fall als Empfehlung weitergeben: Solltet ihr auf der Suche nach einem Tisch am Wochenende und/oder am Abend sein, einfach überall rechtzeitig anfragen und unbedingt die Anweisungen auf den Websites der Wiesn-Zelte einhalten! Sie danken euch tausend Anrufe und E-Mails nicht – ganz im Gegenteil.

Also, hartnäckig sein und es im Zweifel jedes Jahr immer wieder neu versuchen. Das hat dem ein oder anderen schonmal eine hübsche Option auf einen Tisch am Samstagabend beschert, der dann einem bei rechtzeitiger Anfrage quasi jedes Jahr wieder zur Verfügung steht.

Übrigens, wer flexibel ist kann auch am Wochenende immer sehr gut eine Nachmittags- oder Abendreservierung in den kleinen Zelten bekommen. Einfach nachfragen und sich die niedlichen Büdchen einfach mal ansehen. Die Stimmung ist oft nicht minder lustig, es gibt ebenfalls Live-Bands und es ist am Ende sogar viel gemütlicher – zudem entfallen ultralange Schlangen vor den Damentoiletten. 🙂

www.oktoberfest.de hat alle Infos zu Zelten, Reservierungen & Co.

http://www.oktoberfest.de hat alle Infos zu Zelten, Reservierungen & Co.

Eine der übersichtlichsten besten Seiten, um sich über vorhandene Zelte und Reservierungsregularien zu informieren ist oktoberfest.de. Klickt euch in die Unterseite der Zelte rein und dort findet ihr schon sämtliche Informationen. Es wird nicht ausbleiben, auf die separaten Websites zu gehen und dort immer wieder mal reinzuschauen, ob denn bereits reserviert werden kann – leider gibt es keinen einheitlichen „Starttermin“. Ein bisschen Mühe ist also notwendig, kann sich aber wirklich auszahlen!

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