Neues Backspielhaus bringt Italien nach Bogenhausen: Willkommen im „Farina Zero Zero“

Der neue Backspielhaus-Ableger „Farina Zero Zero“ in der Mauerkircherstr. 2, direkt hinterm Englischen Garten auf dem Weg ins schöne Bogenhausen, geht den italienischen Weg – und damit ab vom üblichen Backspielhaus-Kurs. Neben den berühmt leckeren Kuchen, Teilchen, sonstigen Schmankerln und leckerem Milchkaffee zum Mitnehmen legt die neue Depandence den Schwerpunkt eher auf Brot in seiner flachsten Form – auf Pizza – sowie Pasta, um das italienische Flair entsprechend abzurunden.

Na, es bleibt abzuwarten, ob das die typische Zielgruppe auch annimmt oder selbige um Freunde der italienischen Genüsse erweitert werden kann. Ausreichend italienische Restaurants gibt es in München ja bekannterweise… Ich persönlich sehe dieses Konzept unter dem alten Namen (noch) nicht als besonders vielversprechend, da es das äußerst beliebte und szenige Frühstücksimage mehr schädigen könnte als das Geschäft anzukurbeln, aber warten wir ab, was passiert.

Nur zu oft haben wir in den letzten Jahren die Schließung einer Backspielhaus-Filiale mit gleichzeitiger Öffnung in einem anderen Stadtviertel miterleben dürfen. Offenbar wird alles und überall mal ausprobiert – es bleibt zu wünschen, dass die Bogenhausener genug Zeit haben, sich ausgiebig an den Schmankerln um die Ecke zu erfreuen. Die Lage ist ja nicht allzu schlecht gewählt. 🙂

Einen schönen Überblick zum neuen Lokal gibt’s u. a. von „Exklusiv München“.

Zum szenemuc-Überblick zu den Backspielhäusern in München geht’s hier lang.

Das neue Backspielhaus in Bogenhausen

Das neue Backspielhaus in Bogenhausen

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Herrlich flanieren und gut schlemmen direkt am bunten Gärtnerplatz

© szenemuc

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Das Restaurant Cotidiano ist eigentlich eher ein nettes Café – sehr nett sogar. Schon beim Vorbeischlendern zwingt einen die Terrasse – gerade jetzt im Frühling und in großen Schritten herannahenden Sommer – direkt am Gärtnerplatz quasi dazu, sich hier mal für ein Weilchen niederzulassen und die Sonne zu genießen. Geht man in den Innenbereich, wird man auch recht positiv überrascht:

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Frischgebackene Tartes, Muffins und Brote stehen lecker duftend neben der großen Theke, die soviele leckere Kuchen präsentiert, dass man sich sowieso nicht entscheiden kann. Die Sitzbereiche im Inneren sind gemütlich und nicht zu eng gestellt – aber vor allem am Wochenende richtig gut besucht. Also heißt es auch hier wieder: rechtzeitig aufstehen zum Wochenendfrühstück oder drinnen reservieren.

Auswahl

Italienisches Frühstück und Baskisches Frühstück à la Cotidiano

Italienisches Frühstück und Baskisches Frühstück à la Cotidiano

Die Frühstückskarte (siehe Bild oder hier bietet eine ordentliche Auswahl für so ziemlich jeden Geschmack. Neben vorbereiteten Frühstückstellern kann man seine Rühreier, Croissants, Wurst & Käse natürlich auch separat bestellen.

Wir entschieden uns an diesem sonnigen Samstag-Spätvormittag für die faule Variante – vorgefertigte, leckere Teller: Das „Italienische Frühstück“ mit Honigmelone, Serranoschinken, Ziegenkäse sowie 1 Glas frisch gepresstem O-Saft für 17 EUR sowie das „Baskische Frühstück“ mit Rührei und gegrillter Paprika und Chorizo auf halbem Baguette für 7,50 EUR.

Die italienische Variante schlägt mit 17 EUR ordentlich zu Buche, dafür ist aber wirklich ausreichend Schinken und ein wenig zuviel Ziegenkäse auf dem Teller. Der versprochene Brotkorb kam leider irgendwie nicht bei uns am Tisch an. Von der Portion an sich ist man aber gut satt, auch wenn es auf den ersten Blick so gar nicht wirkt. Das Baguette mit Rührei ist auch eine gute Portion, aber preislich viel weiter unten angesiedelt, weil einfachste Zutaten verwendet werden. Allerdings werden die Baguettes ofenfrisch im Haus gebacken und sind daher besonders frisch und lecker.

© szenemuc

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Dazu bestellten wir als süßen Abschluss noch ein leckeres Croissant, auch die sind ofenfrisch. Fazit also: die Frische macht’s! Viele Zutaten – auch und insbesondere die süßen Teilchen, Kuchen und Tartes – sind hausgemacht und werden ofenfrisch zum Frühstück oder am Tresen zum Mitnehmen verkauft. So gut wie in der nächsten Boulangerie. Jedenfalls erzählen das die Schlangen an Menschen, die anstehen, um die frischen Schweinereien für das Wochenendfrühstück daheim in Massen einkaufen.

Außerdem gibt es noch eine Auswahl an Kaffees, Kaokao und weiteren Tütchen und Töpfchen zum Kaufen und Mitnehmen. Einfach mal reinschauen und sich berieseln lassen…

Service

© szenemuc

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Der Service ist flink, trotz überfülltem Lokal – das sind sie wohl gewohnt. Allerdings wird gern mal etwas vergessen, allein wir mussten 3x ein Croissant bestellen, bis es kam. Und der Brotkorb zum Frühstück wurde auch vergessen. Allerdings sind die Mädels im Service fix und superfreundlich, wenn man sie denn auf diese Dinge aufmerksam macht. Also keine Panik, die wollen nicht ärgern und sind auch nicht besonders schluderig. Bei den Massen an Gästen inner- und außerhalb des Lokals kann man schonmal ein paar Kleinigkeiten vergessen.

Fazit: Sehr gut, sehr lecker, sehr freundlich und vergleichsweise flink geht’s auch. Günstig ist das hier allerdings nicht. Also eher etwas für den längeren und besonderen Samstags- oder Sonntagsausflug zum gemütlichen Frühstück oder zum Mitnehmen für daheim.

Cotidiano
Gärtnerplatz 6
80469 München

http://www.cotidiano.de
Tel. 242 07 86 10

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Wo gibt es noch echte Bäckereien?

Wer kennt es nicht – in eine Bäckerei zu gehen, den Duft des frischen Brots, die leckeren Teilchen in der Auslage, das gekaufte Brot daheim, knackig frisch, anzuschneiden und der unvergleichliche Geschmack von Frischgebackenem zu genießen. Der Gang in eine Bäckerei ist nach wie vor unverzichtbar für die meisten Deutschen. Allerdings kommen durch die Supermärkte immer mehr Konkurrenten auf den Markt, die allerdings bei Weitem dem guten alten Bäckereihandwerk nicht das Wasser reichen können. Fertige Teilchen werden zu Aldi, Lidl & Co. geliefert und dort in der Hinterzimmer-Backstube fertig gebacken. Allerdings tragen diese den Namen „Backstube“ völlig zu Unrecht. Zum Handwerk gehört viel mehr als nur Teigfladen aufbacken und in hübsche Auslagen legen. Backen ist nach wie vor eine hohe Kunst, auch wenn viele das nicht glauben mögen.

Hofpfisterei - Hier wird noch in alter Tradition gebacken

Hofpfisterei – Hier wird noch in alter Tradition gebacken

Ich habe den Backvorgang verschiedenster Brote und Teilchen häufig miterlebt, ist doch auch mein Vater vom Ursprung her gelernter Bäcker und Konditor. Er wechselte zwar zwischenzeitlich seinen Beruf, allerdings kam er von seiner Leidenschaft – des Backens – nie wirklich weg und zaubert noch heute hobbymäßig fabelhafte Brote, Teilchen und Kuchen in der eigens gebastelten kleinen Bäckerei in der alten Scheune meines Elternhauses. Der Duft, der mich dort empfängt, wenn ich auf Heimatbesuch meine Vater beim Backen erwische, ist unvergleichlich und weckt zahlreiche Kindheitserinnerungen. Der Geschmack eines frischen Brotes kann mit nichts verglichen werden – schon gar nicht mit den fertigen Broten und Teilchen, die man sich in diversen Supermärkten oder SB-Bäckereien heute gegen kleines Geld an fast jeder Ecke kaufen kann.

Jedoch schauen die meisten Leute auf den Geldbeutel, was bereits zu einem Massensterben der „echten“ Bäckereien geführt hat. Man findet kaum noch Backstuben, die wirklich das alte Handwerk verstehen und auch ausüben. Das echte Handwerk wird immer seltener, so dass diverse Food-Blogs das sogar als Attraktion anpreisen, z. B. Petra von „ Der Mut anderer“ über die Backstube „Knapp & Wenig“ in München.

Das Zeit-Magazin hat sich dieser Problematik in größerem Umfang angenommen und eine Umfrage unter 15.000 Deutschen durchgeführt, die ihre Lieblingsbäckereien, die noch das alte Handwerk beherrschen und auch ausüben, nennen und bewerten sollen. Heraus kam eine handliche Übersicht über die deutschlandweit authentischsten Bäckereien.

Der Überblick ist zwar nicht ganz vollständig und der ein oder andere wird vielleicht „seine“ Bäckerei vermissen, aber ich finde, die Landkarte der deutschlandweit besten Bäckereien ist sehr übersichtlich und informativ und stellt durchaus einen „gesunden“ Fahrplan durch die Städte für all diejenigen dar, die auf gutes, echtes und gesundes Brot und Gebäck gesteigerten Wert legen.

Münchens Bäcker können auch Frühstück!

Die Bäckereien in München erweitern ihr Portfolio und laden zunehmend auch zum längeren Verweilen ein.

Nicht mehr nur Thekentratsch und Semmelkauf – Zöttl, Wimmer & Co. erweitern Angebot und Loungeecken und möchten die Kunden auch mit einer Frühstückskarte verwöhnen.

Das kommt ganz gut an, insbesondere unter der Woche, wo das Frühstück normalerweise eh etwas knapper ausfällt. Wer den Coffee to go zu stressig findet, hat also in den meisten Filialen der größeren Ketten auch die Möglichkeit, den Kaffee im Sitzen aus der Tasse zu genießen und in Ruhe die aktuelle Tageszeitung zu studieren.

BILD hat einen kurzen Überblick dazu verfasst, der natürlich bei Weitem nicht alle interessanten Läden im Münchner Innenstadtraum abgreift, aber nette Ideen liefert.

Hier geht’s zur Bilderstrecke von BILD.