Herrlich flanieren und gut schlemmen direkt am bunten Gärtnerplatz

© szenemuc

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Das Restaurant Cotidiano ist eigentlich eher ein nettes Café – sehr nett sogar. Schon beim Vorbeischlendern zwingt einen die Terrasse – gerade jetzt im Frühling und in großen Schritten herannahenden Sommer – direkt am Gärtnerplatz quasi dazu, sich hier mal für ein Weilchen niederzulassen und die Sonne zu genießen. Geht man in den Innenbereich, wird man auch recht positiv überrascht:

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Frischgebackene Tartes, Muffins und Brote stehen lecker duftend neben der großen Theke, die soviele leckere Kuchen präsentiert, dass man sich sowieso nicht entscheiden kann. Die Sitzbereiche im Inneren sind gemütlich und nicht zu eng gestellt – aber vor allem am Wochenende richtig gut besucht. Also heißt es auch hier wieder: rechtzeitig aufstehen zum Wochenendfrühstück oder drinnen reservieren.

Auswahl

Italienisches Frühstück und Baskisches Frühstück à la Cotidiano

Italienisches Frühstück und Baskisches Frühstück à la Cotidiano

Die Frühstückskarte (siehe Bild oder hier bietet eine ordentliche Auswahl für so ziemlich jeden Geschmack. Neben vorbereiteten Frühstückstellern kann man seine Rühreier, Croissants, Wurst & Käse natürlich auch separat bestellen.

Wir entschieden uns an diesem sonnigen Samstag-Spätvormittag für die faule Variante – vorgefertigte, leckere Teller: Das „Italienische Frühstück“ mit Honigmelone, Serranoschinken, Ziegenkäse sowie 1 Glas frisch gepresstem O-Saft für 17 EUR sowie das „Baskische Frühstück“ mit Rührei und gegrillter Paprika und Chorizo auf halbem Baguette für 7,50 EUR.

Die italienische Variante schlägt mit 17 EUR ordentlich zu Buche, dafür ist aber wirklich ausreichend Schinken und ein wenig zuviel Ziegenkäse auf dem Teller. Der versprochene Brotkorb kam leider irgendwie nicht bei uns am Tisch an. Von der Portion an sich ist man aber gut satt, auch wenn es auf den ersten Blick so gar nicht wirkt. Das Baguette mit Rührei ist auch eine gute Portion, aber preislich viel weiter unten angesiedelt, weil einfachste Zutaten verwendet werden. Allerdings werden die Baguettes ofenfrisch im Haus gebacken und sind daher besonders frisch und lecker.

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Dazu bestellten wir als süßen Abschluss noch ein leckeres Croissant, auch die sind ofenfrisch. Fazit also: die Frische macht’s! Viele Zutaten – auch und insbesondere die süßen Teilchen, Kuchen und Tartes – sind hausgemacht und werden ofenfrisch zum Frühstück oder am Tresen zum Mitnehmen verkauft. So gut wie in der nächsten Boulangerie. Jedenfalls erzählen das die Schlangen an Menschen, die anstehen, um die frischen Schweinereien für das Wochenendfrühstück daheim in Massen einkaufen.

Außerdem gibt es noch eine Auswahl an Kaffees, Kaokao und weiteren Tütchen und Töpfchen zum Kaufen und Mitnehmen. Einfach mal reinschauen und sich berieseln lassen…

Service

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Der Service ist flink, trotz überfülltem Lokal – das sind sie wohl gewohnt. Allerdings wird gern mal etwas vergessen, allein wir mussten 3x ein Croissant bestellen, bis es kam. Und der Brotkorb zum Frühstück wurde auch vergessen. Allerdings sind die Mädels im Service fix und superfreundlich, wenn man sie denn auf diese Dinge aufmerksam macht. Also keine Panik, die wollen nicht ärgern und sind auch nicht besonders schluderig. Bei den Massen an Gästen inner- und außerhalb des Lokals kann man schonmal ein paar Kleinigkeiten vergessen.

Fazit: Sehr gut, sehr lecker, sehr freundlich und vergleichsweise flink geht’s auch. Günstig ist das hier allerdings nicht. Also eher etwas für den längeren und besonderen Samstags- oder Sonntagsausflug zum gemütlichen Frühstück oder zum Mitnehmen für daheim.

Cotidiano
Gärtnerplatz 6
80469 München

http://www.cotidiano.de
Tel. 242 07 86 10

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Wo gibt es noch echte Bäckereien?

Wer kennt es nicht – in eine Bäckerei zu gehen, den Duft des frischen Brots, die leckeren Teilchen in der Auslage, das gekaufte Brot daheim, knackig frisch, anzuschneiden und der unvergleichliche Geschmack von Frischgebackenem zu genießen. Der Gang in eine Bäckerei ist nach wie vor unverzichtbar für die meisten Deutschen. Allerdings kommen durch die Supermärkte immer mehr Konkurrenten auf den Markt, die allerdings bei Weitem dem guten alten Bäckereihandwerk nicht das Wasser reichen können. Fertige Teilchen werden zu Aldi, Lidl & Co. geliefert und dort in der Hinterzimmer-Backstube fertig gebacken. Allerdings tragen diese den Namen „Backstube“ völlig zu Unrecht. Zum Handwerk gehört viel mehr als nur Teigfladen aufbacken und in hübsche Auslagen legen. Backen ist nach wie vor eine hohe Kunst, auch wenn viele das nicht glauben mögen.

Hofpfisterei - Hier wird noch in alter Tradition gebacken

Hofpfisterei – Hier wird noch in alter Tradition gebacken

Ich habe den Backvorgang verschiedenster Brote und Teilchen häufig miterlebt, ist doch auch mein Vater vom Ursprung her gelernter Bäcker und Konditor. Er wechselte zwar zwischenzeitlich seinen Beruf, allerdings kam er von seiner Leidenschaft – des Backens – nie wirklich weg und zaubert noch heute hobbymäßig fabelhafte Brote, Teilchen und Kuchen in der eigens gebastelten kleinen Bäckerei in der alten Scheune meines Elternhauses. Der Duft, der mich dort empfängt, wenn ich auf Heimatbesuch meine Vater beim Backen erwische, ist unvergleichlich und weckt zahlreiche Kindheitserinnerungen. Der Geschmack eines frischen Brotes kann mit nichts verglichen werden – schon gar nicht mit den fertigen Broten und Teilchen, die man sich in diversen Supermärkten oder SB-Bäckereien heute gegen kleines Geld an fast jeder Ecke kaufen kann.

Jedoch schauen die meisten Leute auf den Geldbeutel, was bereits zu einem Massensterben der „echten“ Bäckereien geführt hat. Man findet kaum noch Backstuben, die wirklich das alte Handwerk verstehen und auch ausüben. Das echte Handwerk wird immer seltener, so dass diverse Food-Blogs das sogar als Attraktion anpreisen, z. B. Petra von „ Der Mut anderer“ über die Backstube „Knapp & Wenig“ in München.

Das Zeit-Magazin hat sich dieser Problematik in größerem Umfang angenommen und eine Umfrage unter 15.000 Deutschen durchgeführt, die ihre Lieblingsbäckereien, die noch das alte Handwerk beherrschen und auch ausüben, nennen und bewerten sollen. Heraus kam eine handliche Übersicht über die deutschlandweit authentischsten Bäckereien.

Der Überblick ist zwar nicht ganz vollständig und der ein oder andere wird vielleicht „seine“ Bäckerei vermissen, aber ich finde, die Landkarte der deutschlandweit besten Bäckereien ist sehr übersichtlich und informativ und stellt durchaus einen „gesunden“ Fahrplan durch die Städte für all diejenigen dar, die auf gutes, echtes und gesundes Brot und Gebäck gesteigerten Wert legen.

Leckere Shoppingpause in der Innenstadt beim Café zur Mauth (Rischart)

Rischart Neuhauserstr. 2 (© szenemuc)

Rischart Neuhauserstr. 2 (© szenemuc)

Die Rischart-Café-Kette ist bekannt in München, sicher kennt jeder irgendeine der zahlreichen Filialen in der Innenstadt oder an größeren Hot Spots wie den Pasinger Bahnhof oder das Olympia-Einkaufszentrum. Bekannt ist das Café auch durch die Wiesn, wo Rischart mit dem beliebten „Café Kaiserschmarrn“ aufwartet.

Rischart Neuhauserstr. 2 (© szenemuc)

Rischart Neuhauserstr. 2 (© szenemuc)

Als direkt angesteuerte Frühstückslocation eher unbekannt, nahmen wir kürzlich an einem Shoppingsamstag spontan im Café Mauth auf der Neuhauserstraße (zwischen Stachus und Marienplatz mitten im Shoppingtrubel gelegen) eine kleine Auszeit und ein verspätetes Frühstück. Man gelangt hinein und steht natürlich zunächst vor dem bekannten, langen Tresen, der ein derartig umfangreich und so leckeres Kuchen- und Brotangebot beinhaltet, dass man sich sowieso nicht entscheiden kann. Das Rischart legt auch bekanntermaßen gestiegenen Wert auf Qualität, die man nicht nur schmeckt sondern auch sieht, was sich natürlich im Preis niederschlägt. Da wir uns ein wenig ausruhen wollten, schauten wir uns im kleinen Gastraum im hinteren Teil des Cafés nach einem gemütlichen Eckchen um und ergatterten den letzten freien Zweier-Tisch mitten im Geschehen.

"Big Bagel" im Rischart (© szenemuc)

„Big Bagel“ im Rischart (© szenemuc)

Ich erwartete eigentlich nicht allzuviel, was das Frühstücksangebot betrifft und begnügte mich gedanklich schon mit einem Stück Kuchen und einer Tasse Milchkaffee. Aber weit gefehlt. Das Rischart bietet eine überraschend vielfältige Auswahl an Frühstücksvariationen (siehe Speisekarte weiter unten), die eigentlich jeden Geschmack trifft.

Der Service war superflink, sehr aufmerksam und trotz des Getümmels im Café und der Hektik – ein Kommen und Gehen im Viertelstundentakt – sehr freundlich und wirkte nicht gestresst.

"Bircher-Power-Frühstück" im Rischart (© szenemuc)

„Bircher-Power-Frühstück“ im Rischart (© szenemuc)

Wir entschieden uns für ein „Bircher-Power-Frühstück“ sowie den „Big Bagel“. Preislich eher weiter oben angesiedelt waren die Speisen sehr schnell an unserem Platz, mundeten auf der 10er Skala bei ner glatten 10 und offenbar sind die verwendeten Zutaten im Hause Rischart auch wie versprochen stets frisch und von guter Qualität. Es war enorm lecker. Für ein kleines Frühstück am Vormittag in der City, hier bringt man ja meist auch nur wenig Zeit für die Pausen mit, also genau das Richtige.

Das Manko ist eben nur der sehr kleine Gastraum, der – aufgrund der Lage – natürlich stets überfüllt ist. Aber ein Blick lohnt sich, wir haben uns auf jeden Fall gefreut, ein Plätzchen ergattern zu können.

Alle Rischart-Cafés sind als Franchising-Geschichte natürlich retortenmäßig gestylt und selbst die Bedienungen tragen eigens angefertigte, synchrone Kleidung, so dass man unter Umständen am Ende gar nicht mehr weiß, wer einen zu Beginn bedient hat (in der Neuhauserstraße sind die Damen alle blond – ganz schön verwirrend)… 🙂 Aber das macht auch Sinn, marketingtechnisch, der Wiedererkennung wegen… solange die Qualität stimmt, ist mir die Schürze vom Personal aber sowieso ziemlich egal. 😀

Rischart, Neuhauserstr.2 (© szenemuc)

Rischart, Neuhauserstr.2 (© szenemuc)

Alles in Allem einen Ausflug bzw. Zwischenstop wert. Hier kann man dann auch gleich den Sonntagskuchen für den Nachmittagsschmaus mitnehmen. Das Rischart liefert auch bzw. bietet Catering an, was von den Firmen in der Gegend auch sehr gern – gerade für Gastempfänge oder Frühstücksmeetings – in Anspruch genommen wird.

Achso, nach eigener Aussage kann man hier bis „5 nach 12“ frühstücken. 🙂

Das Rischart betreibt übrigens insgesamt 13 Filialen in München.

Café zur Mauth
Neuhauser Str. 2
80331 München
Tel.: 23 17 00 340

Mo.–Fr.: 7–21 Uhr
Sa.: 8–21 Uhr
So.: 9–19 Uhr

Frühstückskarte Rischart Neuhauserstr. 2 (© szenemuc)

Frühstückskarte Rischart Neuhauserstr. 2 (© szenemuc)

Rischart, Neuhauserstr.2 (© szenemuc)

Rischart, Neuhauserstr.2 (© szenemuc)

Rischart Neuhauserstr. 2 (© szenemuc)

Rischart Neuhauserstr. 2 (© szenemuc)

Frühstück im Königin43 – DIE Sonnenterrasse direkt am Englischen Garten

Persönliche Bewertung: Bewertungen_5 Sterne

Königin43 Außenbereich (© Barer61 GbR)

Königin43 Außenbereich (© Barer61 GbR)

Langsam wurde es Zeit, dass ich die kleine Berisha-Brüder-Barszenen-Runde (daneben gehört auch das “gegenüber”, “Barer61″, und das “BARer47″ zum Repertoire der Jungs) vollende und kurz das noch recht junge Königin43 vorstelle.

Direkt am Englischen Garten warten Avni und Barry nun auch mit einer ziemlich opulenten Sonnenterrasse auf, auf der man – gerade jetzt im Sommer – herrlich flanieren kann. Auch hier bezieht sich der Name des Lokals – leicht zu erraten – auf die Adresse: Königinstr. 43. Sollte man zum Wochenendfrühstück keinen Tisch im Außenbereich ergattern – was aufgrund der tollen Lage, gemütlichen Terrassenatmosphäre und der gewohnt leckeren aber preislich moderaten Gerichte – oft der Fall sein wird, bieten sich auch gemütliche „Fleezecken“ im recht großen Innenbereich an.

Piadine im Königin 43 (© szenemuc)

Piadine im Königin 43 (© szenemuc)

Neben dem gewohnt bunt zusammengewürfelten Mobiliar, einem ebenso bunt gemischten Publikum, der Theke im Innenbereich mit ansehnlichen Piadine, Ciabattas, Wraps (siehe Speisekarte) – auch zum Mitnehmen – bietet das Königin43 auch warme und kalte Mittagsgerichte. Da diese regelmäßig wechseln, stehen diese nicht in der Speisekarte, sondern man erfährt vor Ort, welche leckeren Salate, Pastagerichte etc. sich die Küche aktuell wieder ausgedacht hat… Alternativ wählt man einen der oben genannten, immer wieder gern genommenen Snacks.

Aber egal, was man sich heraussucht, man kann qualitativ und preislich keinen großen Fehler machen. Alles ist frisch zubereitet und die Auswahl auch mit Absicht etwas kleiner gehalten, um ein kompliziertes, planerisches Zusammenstellen der Frühstücks- oder Mittagsvariation der Gäste à la Sternelokal zu vermeiden. „Uncomplicated cosiness“ würde ich dem Lokal persönlich aufstempeln… 🙂 Auch die Getränke sind fein. Der Kaffee sehr groß und lecker, die Safte frisch und ihr solltet unbedingt die diversen Saftmischungen probieren, z. B. Barry’s Mix mit Karotte, Apfel, Ingwer und Orange – Vitaminbombe pur!

Es gibt auch eine Cocktailbar, an der man bis 1 Uhr nachts am Wochenende (00:30 Uhr unter der Woche) auch mal für die nächste Party vorglühen kann. Nach Ladenschluss kann man ganz gemütlich mit Avni und Barry direkt ins Barer47 weiterziehen. 🙂

(© abenzeitung-muenchen.de)

(© abenzeitung-muenchen.de)

Bezüglich Lokal allgemein und Angebot schaut euch auch meine Artikel zum “gegenüber” und “Barer61″an. Die Schwesterlokale sehen dem Königin43 zum Verwechseln ähnlich und haben dasselbe Angebot, sind nur um Einiges kleiner. Nur die Cocktailbar und die Sonnenterrasse ist neu im Berisha-Frühstückskonzept. 🙂 (mit Ausnahme vom BARer47, was aber kein Frühstückslokal sondern eine eher klassische Abendlocation ist).Das Lokal hat eine eigene Facebookseite mit weiteren Bildern und Infos, klickt einfach mal rein.

Königin43
Königinstr. 43
80539 München

Öffnungszeiten:
Mo-Do 8:30 – 00:30
Fr-Sa 8:30 – 01:00
So 8:30 – 20:00

Frühstück im Gartensalon – Mädchenhafte Maxvorstädter Sonnenterrasse im Innenhof

Persönliche Bewertung: Bewertungen_5 Sterne

Zugegeben, aktuell lädt das Wetter nicht zum gemütlichen Wochenendfrühstück im Außenbereich eines Cafés ein, sei es noch so gemütlich. Seit Pfingstsonntag regnet es quasi durchgängig in München und Umgebung. Aber der letzte warme, sonnige Tag, der Pfingstsamstag, vor Ausbruch des – gefühlt monatelang andauernden – Monsuns, wurde von der Frühstückslokaltesterfront natürlich noch einmal genutzt, um eines der kleineren Cafés (Danke für den Tipp, Flo!) mit Außenbereich zu testen.

Location

Gartensalon Innenbereich (© szenemuc)

Gartensalon Innenbereich (© szenemuc)

Also ging es spontan zum Gartensalon. Schön versteckt und sehr gut abgeschottet vom üblichen Maxvorstädter Samstags-Essengehen- und Shoppingtrubel in und um Türken- und Amalienstraße, liegt das süße Café in einem kleinen Innenhof. Die versteckte Lage ist wohl auch der Grund, warum wir bei dem herrlichen Wetter überhaupt noch ein schönes Sonnenplätzchen für uns ergattern konnten. Das Einzige, was hier Lärm macht, ist vielleicht mal ab und zu Nachbars Hund. 🙂

Gartensalon Innenbereich (© szenemuc)

Gartensalon Innenbereich (© szenemuc)

Gartensalon Innenbereich (© szenemuc)

Gartensalon Innenbereich (© szenemuc)

 

 

 

 

 

 

Sehr idyllisch und gemütlich erschloss sich uns das kleine Gärtchen als Außenbereich zum Café: eine Mischung aus „rustikal“ und „mädchenhaft“ mit viel Kreativität und leichtem Hang zum Kitsch. So ließen wir uns nieder auf eine der fellbelegten Bänke und genossen die Sonne während wir die recht überschaubare, ebenfalls selbst kreierte Speisekarte studierten und uns mit großen Augen umsahen. Ein wirklich drolliges Sammelsurium an teilweise trashigen, uralten, selbstgebastelten oder baufälligen und wieder zusammengezimmerten Möbelstücken und Dingen, die als solche herhalten, bot sich hier. Als Tische fungieren alte, große Baumstümpfe und die Tische und Stühle erinnern an die Locations unserer Berisha-Brüder (Barer 61 / Gegenüber / Königin 43) mit den zusammengewürfelten Mobiliar, das aber irgendwie doch stimmig und urgemütlich ist. Ein wenig rosa hier, ein wenig kitschiges Mädchenzeugs dort taten ihr Übriges, sich wie Alice im Wunderland zu fühlen. 🙂

Speisen & Getränke

Rühreier à la Gartensalon (© szenemuc)

Rühreier à la Gartensalon (© szenemuc)

So, dann aber mal bestellen, wir sind schließlich nicht zum Spaß hier! 🙂
Es gab – natürlich, wer mich kennt wird es ahnen – die obligatorischen Rühreier nebst Milchkaffee. Da ich mir ob des Portionspreises der Rühreier von 3,90 EUR („pur“, die Extras wie Tomaten, Schinken, Käse etc. kosten dann 0,50 – 1.00 EUR jeweils – siehe Speisekarte) nicht sicher über die Portionsgröße war, orderte ich proforma gleich mal eine Butterbrezl dazu. Die hätte es gar nicht gebraucht. Die Rühreierportionen waren wirklich groß, extra Brotscheiben – 3 Stück, frisch und dick geschnitten – sowie extra Butter waren inklusive. Der Milchkaffee war auch eine große Portion – wie es sein soll – und unser extra geordertes Birchermüsli auch von der Portionsgröße her wirklich ausreichend. Lecker war es obendrein.

Der Service war sehr nett und flink sowie aufmerksam. Bestellt und gezahlt wird im Innenbereich des schlauchartigen, kleinen Lokals. Dort gibt’s natürlich auch Sitzmöglichkeiten und alles ist etwas stylisher, weniger kitschig eingerichtet, allerdings reißt der kleine „Schau- und Verkaufsstand“ wieder alles raus (siehe Foto weiter unten). Hier kann man Gesammeltes und – teilweise bedingt geschmackvolle – Deko bestaunen sowie Nippes, Süßes und „notwendiges Unbrauchbares“ erwerben. Aber irgendwie passt das zum Laden. 🙂 In der Nähe der Kasse ist dann auch die Küche, in die man ganz offen mal reinlugen und die Mädels beim geschäftigen Treiben auf engstem – aber sehr sauberem! – Raum beobachten kann. 🙂 Die kleine Kuchentheke davor, mit wirklich sehr ansehnlichem Gebäck, verführt zur zweiten, dritten Futterrunde oder einem Stückchen „to go“. Nehmt euch einfach genügend Zeit und Hunger mit und probiert das Lädchen mal bei nächster Gelgenheit aus, wenn die Sonne wieder die Pole Position erreicht. 🙂

Guten Hunger!

Gartensalon
Türkenstr. 90/Amalienpassage
80799 München
Tel. 28 77 86 04
mail@rosagelee.de
www.gartensalon.net
www.rosagelee.de

Münchens Bäcker können auch Frühstück!

Die Bäckereien in München erweitern ihr Portfolio und laden zunehmend auch zum längeren Verweilen ein.

Nicht mehr nur Thekentratsch und Semmelkauf – Zöttl, Wimmer & Co. erweitern Angebot und Loungeecken und möchten die Kunden auch mit einer Frühstückskarte verwöhnen.

Das kommt ganz gut an, insbesondere unter der Woche, wo das Frühstück normalerweise eh etwas knapper ausfällt. Wer den Coffee to go zu stressig findet, hat also in den meisten Filialen der größeren Ketten auch die Möglichkeit, den Kaffee im Sitzen aus der Tasse zu genießen und in Ruhe die aktuelle Tageszeitung zu studieren.

BILD hat einen kurzen Überblick dazu verfasst, der natürlich bei Weitem nicht alle interessanten Läden im Münchner Innenstadtraum abgreift, aber nette Ideen liefert.

Hier geht’s zur Bilderstrecke von BILD.