Herrlich flanieren und gut schlemmen direkt am bunten Gärtnerplatz

© szenemuc

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Das Restaurant Cotidiano ist eigentlich eher ein nettes Café – sehr nett sogar. Schon beim Vorbeischlendern zwingt einen die Terrasse – gerade jetzt im Frühling und in großen Schritten herannahenden Sommer – direkt am Gärtnerplatz quasi dazu, sich hier mal für ein Weilchen niederzulassen und die Sonne zu genießen. Geht man in den Innenbereich, wird man auch recht positiv überrascht:

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Frischgebackene Tartes, Muffins und Brote stehen lecker duftend neben der großen Theke, die soviele leckere Kuchen präsentiert, dass man sich sowieso nicht entscheiden kann. Die Sitzbereiche im Inneren sind gemütlich und nicht zu eng gestellt – aber vor allem am Wochenende richtig gut besucht. Also heißt es auch hier wieder: rechtzeitig aufstehen zum Wochenendfrühstück oder drinnen reservieren.

Auswahl

Italienisches Frühstück und Baskisches Frühstück à la Cotidiano

Italienisches Frühstück und Baskisches Frühstück à la Cotidiano

Die Frühstückskarte (siehe Bild oder hier bietet eine ordentliche Auswahl für so ziemlich jeden Geschmack. Neben vorbereiteten Frühstückstellern kann man seine Rühreier, Croissants, Wurst & Käse natürlich auch separat bestellen.

Wir entschieden uns an diesem sonnigen Samstag-Spätvormittag für die faule Variante – vorgefertigte, leckere Teller: Das „Italienische Frühstück“ mit Honigmelone, Serranoschinken, Ziegenkäse sowie 1 Glas frisch gepresstem O-Saft für 17 EUR sowie das „Baskische Frühstück“ mit Rührei und gegrillter Paprika und Chorizo auf halbem Baguette für 7,50 EUR.

Die italienische Variante schlägt mit 17 EUR ordentlich zu Buche, dafür ist aber wirklich ausreichend Schinken und ein wenig zuviel Ziegenkäse auf dem Teller. Der versprochene Brotkorb kam leider irgendwie nicht bei uns am Tisch an. Von der Portion an sich ist man aber gut satt, auch wenn es auf den ersten Blick so gar nicht wirkt. Das Baguette mit Rührei ist auch eine gute Portion, aber preislich viel weiter unten angesiedelt, weil einfachste Zutaten verwendet werden. Allerdings werden die Baguettes ofenfrisch im Haus gebacken und sind daher besonders frisch und lecker.

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Dazu bestellten wir als süßen Abschluss noch ein leckeres Croissant, auch die sind ofenfrisch. Fazit also: die Frische macht’s! Viele Zutaten – auch und insbesondere die süßen Teilchen, Kuchen und Tartes – sind hausgemacht und werden ofenfrisch zum Frühstück oder am Tresen zum Mitnehmen verkauft. So gut wie in der nächsten Boulangerie. Jedenfalls erzählen das die Schlangen an Menschen, die anstehen, um die frischen Schweinereien für das Wochenendfrühstück daheim in Massen einkaufen.

Außerdem gibt es noch eine Auswahl an Kaffees, Kaokao und weiteren Tütchen und Töpfchen zum Kaufen und Mitnehmen. Einfach mal reinschauen und sich berieseln lassen…

Service

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Der Service ist flink, trotz überfülltem Lokal – das sind sie wohl gewohnt. Allerdings wird gern mal etwas vergessen, allein wir mussten 3x ein Croissant bestellen, bis es kam. Und der Brotkorb zum Frühstück wurde auch vergessen. Allerdings sind die Mädels im Service fix und superfreundlich, wenn man sie denn auf diese Dinge aufmerksam macht. Also keine Panik, die wollen nicht ärgern und sind auch nicht besonders schluderig. Bei den Massen an Gästen inner- und außerhalb des Lokals kann man schonmal ein paar Kleinigkeiten vergessen.

Fazit: Sehr gut, sehr lecker, sehr freundlich und vergleichsweise flink geht’s auch. Günstig ist das hier allerdings nicht. Also eher etwas für den längeren und besonderen Samstags- oder Sonntagsausflug zum gemütlichen Frühstück oder zum Mitnehmen für daheim.

Cotidiano
Gärtnerplatz 6
80469 München

http://www.cotidiano.de
Tel. 242 07 86 10

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Ja mei, is des schee… Schmankerl im Schwabinger Kaisergarten

Kaisergarten von außen

Kaisergarten von außen

Ganz klar – der Kaisergarten im schönen Schwabing ist einer DER Hot Spots, gerade im Sommer. Eigentlich geht es hier viel früher zur Sache, und zwar wenn die ersten Sonnenstrahlen sich blicken lassen, herrscht bereits heilloses Gedränge im kleinen Biergarten. Die Sonnenplätze werden so manches Jahr schon im Februar bei gemütlich frösteligen 5-8 Grad rar… Ja, das ist der Kaisergarten.

Münchner Szene zwischen Hipster und bayerischer Tradition

Der Biergarten

Der Biergarten

Hier treffen sich zwar gern und immer wieder Schicki & Micki – wie andere Gäste von außerhalb (und ich rede auch von anderen Stadtteilen) gern schimpfen – aber natürlich mischt sich, wie in jedem Münchner Biergarten, auch hier alles bunt zusammen. Gut, die Schwabinger haben die Hoheit, bleibt der urgemütliche Biergarten, versteckt in der ruhigen Kaiserstraße, einigermaßen vom Standard-Touristengewühle verschont. Daher ist alles a weng schicker, aber der Gemütlichkeit tut das keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, es geht ruhiger, uriger, münchnerischer zur Sache. Herrlich selbstzufrieden und mit dem guten Gewissen, alles richtig gemacht zu haben, macht es sich das eher junge Publikum gern in jeder freien Minute hier gemütlich, um am Ende gleich mehrere Stunde im Garten zu hocken und ein Weißbier nach dem anderen zu trinken. Ich kann’s verstehen…

Hier trifft man die Hipster übrigens gern in ihren feschen Trachten an, die sie sonst fast nur noch zur Wiesn auspacken. Die Verbindung aus Münchner Schick und bayerischer Tradition gelingt hier ganz gut, wobei natürlich die obligatorische Ray-Ban zur halb an den Knien hängenden Hirschledernen auch nicht immer eine Augenfreude ist… 🙂

Frühstück jedes Wochenende von 10-16 Uhr

Der Kaiserschmarrn ist zum Niederknien... :)

Der Kaiserschmarrn ist zum Niederknien… 🙂

Es gibt hier die üblichen bayerischen Schmankerl, die so jeder Biergarten bietet – allerdings meiner Meinung nach den nahezu allerbesten Kaiserschmarrn der Stadt. Ich habe innerhalb der Stadtgrenzen jedenfalls noch keinen besseren gegessen. Da lohnt es sich auch, 45-60 Min. darauf warten zu müssen (kein Witz). Ansonsten gibt es auch eine Frühstückskarte, die neben den klassischen Weißwürtsten, Brezn & Bergkäse auch ganz ansehnliche Standard-Variationen aus Müsli, Rühreiern, Brotkorb, Wurst, Käse, Lachs etc. bereit hält.

Ordentliches Schnitzel mit Weißbier... was will man mehr? :)

Ordentliches Schnitzel mit Weißbier… was will man mehr? 🙂

Neben dem Frühstücksangebot (jeden Samstag, Sonntag & Feiertag von 10-16 Uhr) gibt es auf der Standard-Speisekarte natürlich die üblichen Verächtigen à la Krustenbraten, Schnitzel & Co.. Ein Gaumenschmaus hoch 10 für einen entsprechenden Preis. Sparen geht hier eher nicht, dafür kriegt man aber Einiges zurück…

Summa sumarum…

Drinnen ist's auch gemütlich.

Drinnen ist’s auch gemütlich.

… eine großartige Location mit Spitzen-Schmankerln, perfekter Gemütlichkeit, entspannten Leuten und einem flotten Service. Preislich etwas höher angesiedelt, geht man nicht unbedingt jeden Abend hierher, aber für einen entspannten Biergartennachmittag/-abend in netter Runde oder eine kleine gemütliche Feier im Sommer ist das die perfekte Location.

Übrigens: Es gibt hier keinen SB-Bereich, also auch im Biergarten herrscht ausschließlich KEINE Selbstverpflegung. Der Biergarten ist schlichtweg zu klein, um noch einen separaten SB-Bereich einzurichten.

Italienisches Kleinod in Schwabing für Date, Schwatz und den kleinen Hunger

(© szenemuc)

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Das kleine italienische Einod in der – leider sehr verkehrslastigen – Franz-Jospeh-Straße im schönen Schwabing ist etwas für die kleinen Genießer unter uns. Typisch italienisch von Speis und Flair und gleichzeitig typisch münchnerisch (oder schwabingerisch?) von Publikum und Preisen her ist das „da Angelo“ einigen Italien-Fans, trotz leckerster Speisen, gemütlicher Sitzecken und einem herrlich wuseligen Italo-Ambiente, sicher zuwider… „Typisch München“ – „Schickeria hoch 10“ etc. pp… das hört man hier hin und wieder – bzw. kann es in Bewertungen nachlesen -, von Leuten, die sich schon einmal auf einen gemütlichen Vino und Antipasti hierher verirrt haben.

Für mich ehrlich gesagt etwas unverständlich, da klar ist, dass die Münchner Schickeria gerade im Dunstkreis von Elisabethmarkt und Co. in sämtlichen kleinen, feinen Lokalen seit Jahrzehnten ihr gleiches „Unwesen treibt“. Für mich hingegen irgendwie charmant, da Prada-Mädels, Manolo Blanic-Fetischistinnen und jungebliebene Playboys dazu gehören wie süßer Senf zur Weißwurst. Wer das nicht mag, darf schlichtweg nicht in die kleinen schicken Lokale in Schwabing gehen, sorry.

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Nun denn, das Lokal ist sehr sehr gemütlich und bietet eine kleine, regelmäßig wechselnde Tageskarte, die man auf der – wie es sich für einen nobleren kleinen Italiener gehört – dafür vorgesehenen Schiefertafel studieren und sich letztlich, trotz einer sehr übersichtlichen Vielfalt an Speisen, einfach nicht entscheiden kann. Und es gibt etwas für jeden Geschmack – von Pizza (hiervon allerdings nur wenige, sich wechselnde Sorten – muss dann erfragt werden) über Pasta, von Rind bis Fisch – und natürlich den kleinen Schweinereien zum runden Abschluss wie Panacotta oder Tiramisu. Vorteil der kleinen Karte ist natürlich, dass alle Speisen sehr frisch sind, rasch zubereitet und letztlich kann man sich dann doch schneller entscheiden als bei einer 15seitigen Speisekarte…

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„Etwas höherpreisig alles“, dachte ich mir… hm, dann muss es doch gut sein. Und das war es auch. Die anderen Gäste zeigten ebenfalls zufriedene Gesichter nach Genuss der Leckereien. Also, die Portionen sind nichts für den Ausflug mit Papa, soviel ist klar. Mit großem Hunger und viel Platz im Magen sollte man vielleicht doch besser die Mega-Pizza beim größeren Touristen-Italiener um die Ecke bestellen. Hier geht alles etwas schicker und feiner zu. Man geht nicht total gefüllt und rülpsend aus dem Lokal (wobei das superleckere Panacotta am Ende uns wirklich geschafft hat!) 😉

Alles in Allem eine gute Wahl für einen Ausflug mit der Freundin auf ein Glaserl Prosecco (der ist hier auch sehr gut! Natürlich ein italienischer, ich habe leider den Namen vergessen) und Antipasti oder anderen kleinen Schweinereien – oder ein erstes Date oder den kleinen Schwatz mit dem Kollegen nach Feierabend oder oder…

Ich komme auf jeden Fall wieder und dann probiere ich das 4-Gang-Überraschungsmenü! 😉

Achso, draußen sitzen geht natürlich auch, ist im Sommer ggf. etwas laut wg. der angrenzenden Franz-Joseph-Straße, die Dreh- und Angelpunkt auf dem Weg zur Leopoldstraße oder in die Innenstadt ist. Aber das Flair ist dennoch toll und außerdem hat man doch fast überall in der City, sofern man direkt an der Straße sitzt, den Verkehr vor der Nase. Da kenne ich wesentlich lautere Ecken in München zum draußen sitzen und den Feierabend-Vino genießen.

Der Service war übrigens fantastisch. Frisches Weißbrot steht immer auf dem Tisch, Gewürze sowieso und wenn man nach Vollendung des Hauptgangs den Teller unbedingt noch mit Brot leer wischen und weiterfuttern muss, holt der Chef noch das gute Olivenöl heraus, damit man nicht so trocken das frischgebackene Brot hinunterwürgt. 😉 Da wird man auch nicht schief angeschaut, schicki hin und micki her…

Das „da Angelo“ bei Facebook

Restaurant Da Angelo
Franz-Joseph-Straße 4
8
80801 München
Tel. 2711038
E-Mail: info@restaurant-da-angelo.de
Web: www.restaurant-da-angelo.de

Montag – Samstag: 10:00 – ca. 24:00 Uhr
Sonntag: Ruhetag

Schwabinger Wassermann – Ausgedehntes Frühstück in schicker Wirtshausatmosphäre

(© Wassermann GmbH)

(© Wassermann GmbH)

Das „Schwabinger Wassermann“ ist aus der Schwabinger/Maxvorstädter Gastroszene schon lange nicht mehr wegzudenken. Im Herzen vom schönen Altschwabing, sehr ruhig in der Herzogstraße gelegen, strotzt das Lokal nicht gerade vor Laufkundschaft, doch die Fülle an Gästen den ganzen Tag über hinweg spricht eine deutliche Sprache. Das Lokal präsentiert sich im modernen Wirtshausschick, was gemütlich aber nicht verstaubt rüberkommt und daher Publikum jeglicher Couleur anzieht. Hier findet man neben den allgegenwärtigen Schwabinger Hipstern und Schickis auch den „ganz normalen“ Familienwahnsinn, Teenie-Cliquen, einen Haufen Pärchen sowie Oma und Opa aus der Nachbarscharft.

(© szenemuc)

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Wir hatten uns zu einem klassischen, Aprés-Wiesn-Katerfrühstück dort sehr kurzfristig einen größeren Tisch reserviert, was gottseidank noch möglich war. Normalerweise geht – gerade zur 5. Münchner Jahreszeit aufgrund starkt erhöhter Nachfrage 🙂 – dort nicht allzuviel mit spontanen Fressüberfällen in größerer Runde. So waren wir happy, dass sich ein größerer Tisch finden ließ und das nutzten wir natürlich durch mehrgängige Bestellung auch kräftig aus. 🙂

Die Frühstückskarte im Schwabinger Wassermann ist einzigartig – das „Sternzeichenfrühstück“ sehr beliebt und wahnsinnig vielfältig: von leichtem Fitness- über deftiges Frühstück ist wirklich alles dabei und perfekt in 12 verschiedenen Variationen von „Steinbock“ bis „Schütze“ zusammengestellt – so muss man sich nicht allzuviele Gedanken um seinen Tageskreation machen, denn an manchen Tagen fällt es ja selbst schon etwas schwerer, sich für den passenden Kaffee zu entscheiden. 🙂 Natürlich kann man sich Eier, Müsli, Joghurt, Wurst, Käse etc. auch selbst und bunt zusammenmixen wie man möchte.

Wir entschieden uns – u. a. als „Grundlage“ – für die Variationen „Stier“, „Krebs“ und „Zwilling“ (siehe Fotos weiter unten) – die entsprechenden Zutaten sind in der Speisekarte ausführlichst aufgelistet. Alles war superlecker und – auch wenn das „Krebs“ aufgrund des etwas zu groß geratenen Tellers eine andere Sprache spricht – auch von der Portionsgröße her ausreichend und sättigend. Allerdings ist es hier nicht ganz billig.

Frühstück "Stier" (© szenemuc)

Frühstück „Stier“ (© szenemuc)

Frühstück "Krebs" (© szenemuc)

Frühstück „Krebs“ (© szenemuc)

 

 

 

 

 

Frühstück "Zwilling" (© szenemuc)

Frühstück „Zwilling“ (© szenemuc)

Das Frühstück „Krebs“ haut mit seinen 12 EUR für einen Bagel mit Lachs und einer mittelgroßen Portion Rühreier selbst für Münchner Verhältnisse doch ziemlich rein. Das „Zwilling“ ist mit 9 EUR für ein Omelett aus drei Eiern und Joghurt mit Obst an der oberen Grenze. Das „Stier“ ist mit 16 EUR eher normalpreisig, denn – was man auf dem Bild hier nicht sieht – unter dem Spiegelei verbarg sich ein wirklich gutes, dickes, mittelgroßes Stück leckeres Rindersteak – zumindest, wenn man den Worten des Glücklichen, der es genießen durfte, glauben schenken darf. 😉   Der Service war sehr flink und freundlich und schaute auch nicht einmal komisch aus der Wäsche, als wir zum 3. Mal nachbestellten und nach 2,5 Stunden immer noch nicht gehen wollten. Es ist halt einfach urgemütlich im Wassermann. Preislich nicht etwas für jede Woche, aber immer mal wieder einen ausgedehnten Besuch wert!

Schwabinger Wassermann
Herzogstr. 82
80796 München
Tel: 089 /32388020
E-mail: info@schwabinger-wassermann.de

Café im Hinterhof – Schlemmerreise auch für’s Ohr

Persönliche Bewertung:  Bewertungen_4 Sterne

Das kleine Café, versteckt in einem kleinen Hinterhof unweit des Haidhausener Rosenheimer Platzes bzw. „um die Ecke“ vom Ostbahnhof, hat eine klare Message: „Begebe dich auf eine Zeitreise, lausche der feinen Musik und fühle dich rundum wohl – wie damals, in Oma’s Wohnzimmer“. 🙂 Also, ich muss zugeben, bei mir haut das ziemlich gut hin. Meine Oma hatte auch ein Klavier im Wohnzimmer, auf dem ich als Kind kräftig klimpern durfte, während auf gehäkelten Deckchen Kaffee und Kuchen serviert wurde, den wir uns, auf groben Sesseln sitzend, nur zu gerne einverleibten. 😀

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Auch das Publikum passt zu einem großen Teil in diese Alterskategorie und ansonsten ist generell alles eher bedächtig, ruhig und auf Entspannung getrimmt.Aber für ein lauschiges Wochenendfrühstück, ganz ohne Stress, oder um in Ruhe einen Kaffee zum neuen Belletristik-Bestseller zu genießen, genau das Richtige. Viel Platz hat man hier nicht, aber das Café ist offenbar generell nicht überfüllt – da vom Stil doch etwas speziell. Die hippen Haidhausener zieht’s hier sicher weniger hin – gut so, mehr Platz für alle anderen. 🙂

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Das Frühstücksangebot (siehe Bild der Frühstückskarte weiter unten) ist sehr umfangreich und preislich völlig in Ordnung. Wir entschieden uns – was gar nicht so einfach war – für den Klassiker „Großes Frühstück“ mit allem Drum & Dran sowie das eierlastige Frühstück „Telos“ mit extra viel, frisch geschnippeltem Obst in einer großen Schale. Der Tisch war übervoll und wir pappsatt – aber im wortwörtlichen Sinne. 🙂 Gegen die Qualität war in unserem Fall gar nichts auszusetzen und mächtig lecker war es obendrein.

Auch die Bedienung war sehr flink und nett, obwohl ein wenig mehr Begeisterung auch immer gut ankommt – die Damen kamen mir etwas unmotiviert vor… waren aber bemüht und rasch mit den bestellten Wünschen zur Stelle.

(© szenemuc)

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Zusammenfassend kann man sagen, dass von Qualität, Angebot und Preis der Laden top ist und ein angenehmes, nebenher laufendes und überdies gekonntes (!) Live-Klavierspiel, auch nicht jedes kleine Café an der Ecke bieten kann. Von Publikum und Flair erinnert das Hinterhofcafé aber eher an Oma’s Kaffeeklatsch-Runde. Aber ich nehme an, das ist durchaus gewollt. 🙂 Zum eher gediegenen Schlemmen, Lesen, In-Ruhe-gelassen-werden oder auskatern der perfekte Ort… oder um Mutti, Tantchen oder Oma beim nächsten Besuch auszuführen…

Café im Hinterhof
Sedanstr. 29
81667 München
Tel. 089/ 448 99 64

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Frühstück & Brunch: Regionalität, Qualität und To-Go-Angebote punkten!

Was macht das klassische Frühstücksangebot im Lokal und den Sonntagsbrunch besonders? Worauf legen die Schleckermäuler heutzutage gesteigerten Wert?

Das und weitere Fragen zum Frühstücksangebot hat die Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung (AHGZ) erörtert und umfangreich im heute erschienenen Artikel veröffentlicht. Das meiste davon, lange keine Geheimnis mehr sowohl für Lokale als auch eingefleischte Brunchfans.

Frühstücksteller im Café Neuhausen (© szenemuc)

Frühstücksteller im Café Neuhausen (© szenemuc)

In Zeiten von Öko und bewusstem Essen legen die Kunden natürlich Wert auf Regionalität und Qualität und lassen sich dies auch etwas kosten. Aber auch To-Go-Angebote für die Eiligen liegen immer stärker im Trend. Wer als Lokal auch „Frühstückstüten“ zum Mitnehmen bietet, verärgert zwar die Bäckerei an der nächsten Ecke, schafft sich aber einen sicheren und wachsenden Kundenstamm, denn die Eiligen wird es immer geben – und die freut es, wenn man nicht immer dieselbe Semmel beim Bäcker kaufen muss. :)Auch zum Thema Brunchbuffet weiß die AHGZ Einiges zu berichten. Welche Speisen und Angebote schmecken den Gästen am Besten? Fakt ist – es muss nicht immer ausgefallen sein! Wenn es um Nahrung geht, schrumpft der menschliche Verstand auf die einfachen Bedürfnisse und wählt Sachen, „die schmecken“. Dabei gibt es Dauerbrenner, die kein Lokal im Brunchbuffett vergessen sollte… auch die passenden Marken werden hier genannt.

Ein interessanter Artikel – vor allem für diverse Restaurants und Lokale, die ihr Angebot passend aufpeppen wollen…

Hier gehts zum Artikel

 

Die Anfahrt lohnt in jedem Fall – Im Truderinger Wirtshaus schmeckt einfach alles!

Persönliche Wertung: Bewertungen_6 Sterne

Das Truderinger Wirtshaus liegt ein wenig ab vom Schuss im beschaulichen (und auf mich sehr spießig wirkenden) Trudering inmitten von kleinen Familienhäuschen und generell einer sehr dörflichen Atmosphäre. Leider gibt es kein spezielles Frühstücksangebot – das Lokal ist unter der Woche auch erst ab 10:30 Uhr geöffnet (Sa, So ab 10:00 Uhr), allerdings ist die – übrigens in niedlichem bayerisch verfasste – Speisekarte so umfangreich, dass eine zusätzliche Auswahl eher belastend wäre, man hat ja jetzt schon die Qual der Wahl! 🙂

Das Wirtshaus kommt – ganz nach Wirtshausmanier – auch sehr bodenständig daher, allerdings scheine ich nicht die Einzige zu sein, die hier spontan 5 Sterne vergibt, schaut man sich die zufriedenen Gesichter der Gäste an und hört, was andere Besuche im Nachgang so von sich geben. Regelmäßig sind hier natürlich auch Touristen zu Gast, allerdings hält sich das Aufgebot im Vergleich zu Wirtshäusern in der Altstadt in Grenzen. Logisch, Trudering ist ja nicht unbedingt „the place to be“.

Wir hatten erst kürzlich, am Sonntagabend (03.11.2013) bei Mistwetter – also der perfekte Wirtshausabend – das Vergnügen, dort zu schlemmen, und genossen die herrliche Ente mit Superknödel und Blaukraut, die feinen Kässpätzle und dazu Salat mit einem wahnsinnig leckeren Joghurtdressing, das man am liebsten gleich pur trinken möchte. …. Da es bereits zu unseren kulinarischen Hotspots gehört, waren wir nicht das erste Mal dort, aber die Anfahrt von der Innenstadt aus ist manchmal ja doch etwas nervig. Wir nehmen also gern den Abzweig zum Wirtshaus, wenn wir grad vom Alpenwandern und/oder Saunieren aus dem Süden kommen.

A Portion Schloßhofente und Kässpatzn mit an kloana Salat - einfach guat! (© szenemuc)

A Portion Schloßhofente und Kässpatzn mit an kloana Salat – einfach guat! (© szenemuc)

Links und rechts neben uns saßen diverse Touristen, die sich der bayerischen Gemütlichkeit ganz hingegeben hatten und genau wie wir ohne Probleme direkt mal 1,5-2 Stunden dort verweilten. Der Service ist sehr freundlich, superflink und witzig obendrein. Ich hatte nach dem Rezept für das Dressing gefragt, ein paar Minuten später kam eine der Damen des Hauses und verriet mir die perfekte Mischung. 🙂 Ein paar Späße nebenher sind hier auch inklusive, so lässt es sich doch den ganzen Abend prima aushalten im urigen Ambiente…

Kurzum, die Anfahrt dorthin lohnt auf jeden Fall. Das Essen ist spitzenmäßig und die – in bayerisch formulierte – witzige Speisekarte macht Lust auf mehr und sorgt für das ein oder andere Schmunzeln… ich möchte ja nicht wissen, wie sich der ein oder andere Tourist mit so einer bayerischen Speisekarte durschlagen soll. 🙂 Aber letzlich kein Problem – hier schmeckt alles meiner Meinung nach sehr gut – so zumindest auch die Meinung von Freunden, die seit Jahren immer mal wieder hierher kommen….

Truderinger Wirtshaus
Kirchtruderinger Str. 17
81829 München

täglich von 10:30 – 01:00 Uhr
Tel.: 42 15 32

www.truderingerwirtshaus.de