Ja mei, is des schee… Frühstücks-Schmankerl im Kaisergarten

Kaisergarten von außen

Kaisergarten von außen

Auf geht’s in den Wiesn-Endspurt, der die Münchner noch einmal mitsamt Touri-Massen auf die Festwiese treibt, um dann am Sonntagabend in bierseeliger Wunderkerzen-Stimmung das letzte Licht auszumachen und auch direkt die Reservierungen für 2016 allmählich in Angriff zu nehmen. Was uns nun aber besonders freut ist das großartige Wetter, dass uns heuer zur 5. Münchner Jahreszeit beschert wurde. Sonne satt und wenig Regen – also im Vergleich – und so bleibt das auch noch bis sich die Wiesn-Wirte wieder verabschieden.

Kaisergarten

Kaisergarten

Was also liegt näher, als den zünftigen Wiesn-Endspurt-Brunch oder das leckere Katerfrühstück in der Oktobersonne zu genießen. Am besten natürlich schön im Biergarten – leider nur bieten die wenigsten Wirtshäuser auch ein Frühstück an, außer natürlich das obligatorische Weißwurstfrühstück. Wer es etwas umfangreicher mag, geht in den Schwabinger Kaisergarten.

Im kleinen aber sehr gemütlichen Biergarten sitzen die Schwabinger und (eher wenige) Touris bereits im Frühling übereinander – nämlich, sobald die Sonne zum draußen sitzen einlädt und sich keiner mehr in dunklen Hütten aufhalten möchte. Die Sonnenplätze werden so manches Jahr schon im Februar bei gemütlich frösteligen 5-8 Grad rar… Ja, das ist der Kaisergarten.

Frühstück am Wochenende von 10-16 Uhr – Bayerische Gemütlichkeit inklusive

"Frühstück für Zwei" im Kaisergarten

„Frühstück für Zwei“ im Kaisergarten

Die Frühstückskarte bietet so einige Highlights, da muss man sich dann doch erstmal entscheiden. Das taten wir dann kurzerhand mit dem „Frühstück für 2“, da ist dann gewissermaßen alles dabei. Großartig, lecker, frisch, was warm sein sollte war warm und vice versa. 😉 Insgesamt ziemlich lecker. Auch der Milchkaffee macht Lust auf mehr, da wird doch gern nachbestellt.

Außerdem hatten wir ausreichend Platz für unsere tausend Teller, Tassen, Sektgläser, Sonnenbrillen, Wochenendzeitung etc. pp., da am Vormittag noch nicht viel im Kaisergarten los ist – der gemeine Besucher wird gegen Nachmittag/Abend von den eher deftigen Standard-Schmankerln und der Bier-Maß angelockt und sitzt dann auch gern bis ultimo. Das ist natürlich gut für uns, so nahmen wir gleich mal zwei Tische gleichzeitig in Beschlag und flanierten ein wenig länger als geplant.

Der Service ist – das kannte ich aber schon aus meinen zahlreichen abendlichen Besuchen – sehr freundlich und flink. Wenn die Hütte am Abend oder bei Fußballhighlights qualmt und die Leute zu 10t auf einer 6er-Bank hocken, dann kann das mit dem Service auch mal ein paar Minuten länger dauern, aber unfreundlich oder unaufmerksam habe ich die Mädels und Jungs dort noch nie erlebt.

Der Kaiserschmarrn ist zum Niederknien... :)

Der Kaiserschmarrn ist zum Niederknien… 🙂

Neben den Frühstückshighlights gibt es natürlich auch die üblichen bayerischen Schmankerl, die so jeder Biergarten bietet – allerdings meiner Meinung nach den nahezu allerbesten Kaiserschmarrn der Stadt. Ich habe innerhalb der Stadtgrenzen jedenfalls noch keinen besseren gegessen. Da lohnt es sich auch, 45-60 Min. darauf warten zu müssen (kein Witz).

Münchner Szene zwischen Hipster und bayerischer Tradition

Was die Gäste im Kaisergarten betrifft trifft man dort gern und häufig unsere Schwabinger Stereotype „Schicki & Micki“, die sich hier gern mit Porsche, Gucci-Schuhen und Vuitton-Tasche sehen lassen und dann der pseudo-normalen und „urmenschlichen“ Lebensfreude frönen, auf hohem Niveau jammern und gleichzeitig den total gestressten Gutmenschen geben. Naja, da mag der ein oder andere drüber schimpfen, ich finde, das gehört irgendwie dazu und freue mich über meine Münchner Grantler, hochnäsigen Studenten, Schwabinger Originale und angeheiratete Botox-Olga‘s auf einem Haufen. Was wäre ein Biergartenausflug ohne ausführliche Sozialstudien? 😉

Biergarten im Kaisergarten

Biergarten im Kaisergarten

Die Einheimischen haben hier so ziemlich die Hoheit, bleibt der urgemütliche Biergarten, versteckt in der ruhigen Kaiserstraße, einigermaßen vom Standard-Touristengewühle verschont. Daher ist alles a weng schicker, aber der Gemütlichkeit tut das keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, es geht ruhiger, uriger, münchnerischer zur Sache. Herrlich selbstzufrieden und mit dem guten Gewissen, alles richtig gemacht zu haben, macht es sich das eher junge Publikum gern in jeder freien Minute hier gemütlich, um am Ende gleich mehrere Stunde im Garten zu hocken und ein Weißbier nach dem anderen zu trinken. Ich kann’s verstehen…

Innenbereich Kaisergarten

Innenbereich Kaisergarten

Hier trifft man die Hipster übrigens gern in ihren feschen Trachten an, die sie sonst fast nur noch zur Wiesn auspacken. Die Verbindung aus Münchner Schick und bayerischer Tradition gelingt hier ganz gut, wobei natürlich die obligatorische Ray-Ban zur halb an den Knien hängenden Hirschledernen auch nicht immer eine Augenfreude ist… 🙂

Summa summarum…

… eine großartige Location mit Spitzen-Schmankerln, perfekter Gemütlichkeit, entspannten Leuten und einem flotten Service. Preislich etwas höher angesiedelt, geht man nicht unbedingt bei jeder Gelegenheit hierher, aber für einen entspannten Biergartenausflug in netter Runde oder eine kleine gemütliche Feier im Sommer ist das die perfekte Location.

Übrigens: Es gibt hier keinen SB-Bereich, also auch im Biergarten herrscht ausschließlich KEINE Selbstverpflegung.

Kaisergarten
Kaiserstr. 34
80801 München
Tel. 34 02 02 03

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Hier kommt die Açai-Beere! Açai..was??

© szenemuc

© szenemuc

Bevor ihr euch jetzt gänzlich dumm fühlt und eilig umeinander-googelt was das Zeug hält – hier eine fixe, kleine Erklärung für die Unwissenden unter euch: Die Açai-Beere ist eine etwas herb schmeckende Frucht aus Brasilien, hat – natürlich – bereits die US-Gastronomie erobert, und schwappt seitdem unaufhörlich über den Teich zu uns rüber. Das kleine Früchtchen soll für ein stärkeres Immunsystem und mehr Energie sorgen. Also alles, was gut ist. Ganz ehrlich, ich musste mich auch erstmal informieren, was genau es denn mit diesem Trend-Food wieder auf sich hat… am Ende war ich aber froh, den neugierigen Abstecher ins Daddy Longlegs gemacht zu haben!

Açai Bowls geben auf jeden Fall 'ne Menge Energie für den Tag.

Açai Bowls geben auf jeden Fall ’ne Menge Energie für den Tag.

Im „DL“ kann man sich den besagten Energieschub ganztägig in Form von Smoothies oder Müslis geben. Für die ganz Süßen unter uns gibt’s auch herrlich fluffige, leckere Tartes, Kuchen und sonstige Schweinereien und wer es deftiger mag greift zu den frischgemachten Quesadilla, z. B. mit Ziegenkäse und Rucola. Ein Traum – lecker und frisch gemacht!

Die Quesadillas sind frisch gemacht und kommen mit wechselnden Inhalten daher...

Die Quesadillas sind frisch gemacht und kommen mit wechselnden Inhalten daher…

Die Location ist übrigens generell etwas sehr Spezielles – im positiven Sinne. Direkt vor dem Fenster (guckt euch das bei Interesse auch auf der Homepage vom DL mal an, die Fotos geben einen noch besseren Einblick) kann man in Stühlen sitzen, die von der Decke hängen. Ingesamt also eine recht bunte, coole, hippe Location, die auch so sehr gut – eigentlich noch besser – ins Glockenbachviertel gepasst hätte…

Gesund und lecker?

Der Schokokuchen ist Schoko pur - mehr geht dann nicht mehr! :D

Saulecker – die selbstgemachten Kuchen!

Die Inhaberin, Maren Weber – studierte Sportwissenschaftlerin, macht ihr Hobby zum Beruf (oder umgekehrt?) und vereint Gesundes mit Leckerem – soweit es in ihrem kleinen Café zwischen Industrielampen-Chick und Milchladen-Ambiente auf kleinem Raum überhaupt möglich ist. Es ist nämlich zwar sehr gemütlich hier aber doch einigermaßen beengt. Wenn 3-4 Grüppchen hier eintrudeln, ist der Laden schon voll. Aber das macht’s am Ende auch so entspannt.

So geht man zwischendrin immer mal wieder zum Tresen – hier herrscht Selbstbedienung – und bestellt rasch mal ‚was nach ohne lange Wartezeiten – natürlich nicht ganz ohne Reue, denn z.B. der Schokokuchen ist garantiert nicht für die schlanke Linie, wenn auch noch soviel Zucker gegen Stevia ersetzt wurde – ich hab den jedenfalls nicht geschafft. 🙂

© szenemuc

© szenemuc

Egal – der kleine bunte Laden ist einen Besuch wert. Zwar nicht zum Mega-Frühstück oder für den Ausflug zu Kaffee & Kuchen, wenn Oma zu Besuch kommt… aber doch ein nettes Pausenplatzerl für den Sojamilchkaffee mit Stevia-Teilchen und Getreide-Quesadilla mit Käse vom Bauern und Rucola vom Markt – alles rein bio. 😉 Das schmeckt man aber auch!

Daddy Longlegs postet auf Facebook regelmäßig News zu Specials, neuen Leckerein, Events etc. pp.. Schaut mal rein! Hier könnt ihr auch noch Einiges nebenher lernen über die Acai- und sonstigen Wunderbeeren, die gerade hip sind und was man damit anstellen kann.

© szenemuc

© szenemuc

Ach ja, last but not least: Die Frage, die euch wohl bereits seit Beginn des Artikels unter den Nägeln brannte: Wo kommt der Name „Daddy Longlegs“ eigentlich her? Also, ich vergaß leider zu fragen und auch andere Blogs oder die eigene Website vom Café verrät nicht die Geschichte hinterm Namen, der einiges an Interpretationsspielraum lässt (siehe Wikipedia).

Dieser Fauxpas wird natürlich alsbald bereinigt, spätestens beim nächsten Sonntagsspaziergang durch Maxvorstadt werde ich die Studentinnen hinterm Tresen (die übrigens sehr nett und aufmerksam sind) noch einmal explizit nerven. Solltet ihr besser Bescheid wissen, bitte die Kommentarfunktion unten nutzen – ich freue mich übrigens generell über möglichst viel Feedback und weiteren Tipps und Empfehlungen! 😉

Daddy Longlegs
Barerstr. 42
80799 München

Die Gala gibt Frühstücksempfehlungen – ein kleiner, feiner Überblick über sonnige Locations

Die Gala hat einen hübschen Überblick über die angesagtesten und chilligsten Frühstückslocations veröffentlicht. Mit dabei natürlich auch Empfehlungen von SzeneMuc inkl. Foto-Credentials! Wir freuen uns und ihr schaut euch die Locations am nächsten sonnigen WE mal an, denn bei allen kann man auch draußen schlemmen!

Hier gehts zum Beitrag der Gala.

Sonntagsbrunch im Bachmaier Hofbräu – jetzt auch mit Bier zum selber zapfen und Prosecco inklusive!

Logo_BachmaierDer Brunch im Bachmaier Hofbräu ist legendär: Hier kann man nicht nur in zünftiger Wirtshausatmosphäre mit einem Touch noblem Schwabinger „Chi-chi“ herrlich schlemmen und sich von Frühstück (Müsli, Brot, Käse, Wurst, Marmelade……..) über bayerisches Lunch (Braten, Knödel, Weißwurst & Co.) bis zum Dessert (sehr fein die selbstgebackenen Kuchen) ordentlich durchfuttern, sondern neuerdings auch das in München zu einem g’scheiten Sonntagsfrühstück übliche Bier zum Frühschoppen selbst zapfen oder alternativ gleich zum Prosecco greifen, ohne den am Wochenende zumindest bei den meisten Schwabinger Mädels ja sowieso nix geht. 🙂

Ein Highlight bei diesem Brunch ist übrigens auch das Live-Cooking. Man kann sich seine Rühr-, Spiegel-, sonstige Eier oder das Omelette live mit diversen Zutaten und Kräutern nach Wunsch frisch zubereiten lassen. Und dieser „Eier-Koch“ ist wirklich ein Mann vom Fach – sehr lecker!

Da lässt sich der Hugo tatsächlich nicht lumpen und holt unter steigendem Konkurrenzdruck, was die Vielfalt und Möglichkeiten an Brunch-Buffets angeht, mal wieder die Platzhirschkeule raus. Dafür lieben wir ihn – und sein Lokal – und Schwabing – und überhaupt…

Also, ich habe hier noch nie etwas zu meckern gehabt und kann den Sonntagsbrunch ohne Weiteres weiter empfehlen. Der einzige Makel ist vielleicht das nicht vorhandene WLAN, das ja mittlerweile in stark frequentierten Lokalen zum Standard-Repertoire gehören sollte.

Hier findet ihr meinen ausführlicheren Artikel zum Brunch im Bachmaier Hofbräu.

Und hier gehts direkt zur Website vom „BH“ (ein Wortspiel, das ganz im Sinne von Hugo wäre)…

Guten Hunger!

Kosten Brunch: 19,90 EUR p. P.
Wann? Sonntags, 10-15 Uhr

Ja mei, is des schee… Schmankerl im Schwabinger Kaisergarten

Kaisergarten von außen

Kaisergarten von außen

Ganz klar – der Kaisergarten im schönen Schwabing ist einer DER Hot Spots, gerade im Sommer. Eigentlich geht es hier viel früher zur Sache, und zwar wenn die ersten Sonnenstrahlen sich blicken lassen, herrscht bereits heilloses Gedränge im kleinen Biergarten. Die Sonnenplätze werden so manches Jahr schon im Februar bei gemütlich frösteligen 5-8 Grad rar… Ja, das ist der Kaisergarten.

Münchner Szene zwischen Hipster und bayerischer Tradition

Der Biergarten

Der Biergarten

Hier treffen sich zwar gern und immer wieder Schicki & Micki – wie andere Gäste von außerhalb (und ich rede auch von anderen Stadtteilen) gern schimpfen – aber natürlich mischt sich, wie in jedem Münchner Biergarten, auch hier alles bunt zusammen. Gut, die Schwabinger haben die Hoheit, bleibt der urgemütliche Biergarten, versteckt in der ruhigen Kaiserstraße, einigermaßen vom Standard-Touristengewühle verschont. Daher ist alles a weng schicker, aber der Gemütlichkeit tut das keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, es geht ruhiger, uriger, münchnerischer zur Sache. Herrlich selbstzufrieden und mit dem guten Gewissen, alles richtig gemacht zu haben, macht es sich das eher junge Publikum gern in jeder freien Minute hier gemütlich, um am Ende gleich mehrere Stunde im Garten zu hocken und ein Weißbier nach dem anderen zu trinken. Ich kann’s verstehen…

Hier trifft man die Hipster übrigens gern in ihren feschen Trachten an, die sie sonst fast nur noch zur Wiesn auspacken. Die Verbindung aus Münchner Schick und bayerischer Tradition gelingt hier ganz gut, wobei natürlich die obligatorische Ray-Ban zur halb an den Knien hängenden Hirschledernen auch nicht immer eine Augenfreude ist… 🙂

Frühstück jedes Wochenende von 10-16 Uhr

Der Kaiserschmarrn ist zum Niederknien... :)

Der Kaiserschmarrn ist zum Niederknien… 🙂

Es gibt hier die üblichen bayerischen Schmankerl, die so jeder Biergarten bietet – allerdings meiner Meinung nach den nahezu allerbesten Kaiserschmarrn der Stadt. Ich habe innerhalb der Stadtgrenzen jedenfalls noch keinen besseren gegessen. Da lohnt es sich auch, 45-60 Min. darauf warten zu müssen (kein Witz). Ansonsten gibt es auch eine Frühstückskarte, die neben den klassischen Weißwürtsten, Brezn & Bergkäse auch ganz ansehnliche Standard-Variationen aus Müsli, Rühreiern, Brotkorb, Wurst, Käse, Lachs etc. bereit hält.

Ordentliches Schnitzel mit Weißbier... was will man mehr? :)

Ordentliches Schnitzel mit Weißbier… was will man mehr? 🙂

Neben dem Frühstücksangebot (jeden Samstag, Sonntag & Feiertag von 10-16 Uhr) gibt es auf der Standard-Speisekarte natürlich die üblichen Verächtigen à la Krustenbraten, Schnitzel & Co.. Ein Gaumenschmaus hoch 10 für einen entsprechenden Preis. Sparen geht hier eher nicht, dafür kriegt man aber Einiges zurück…

Summa sumarum…

Drinnen ist's auch gemütlich.

Drinnen ist’s auch gemütlich.

… eine großartige Location mit Spitzen-Schmankerln, perfekter Gemütlichkeit, entspannten Leuten und einem flotten Service. Preislich etwas höher angesiedelt, geht man nicht unbedingt jeden Abend hierher, aber für einen entspannten Biergartennachmittag/-abend in netter Runde oder eine kleine gemütliche Feier im Sommer ist das die perfekte Location.

Übrigens: Es gibt hier keinen SB-Bereich, also auch im Biergarten herrscht ausschließlich KEINE Selbstverpflegung. Der Biergarten ist schlichtweg zu klein, um noch einen separaten SB-Bereich einzurichten.

Studies auf der Sonnenterrasse und Frühstück bis 23:30 Uhr!

© cadu.de "Wintergarten" im CADU

© cadu.de
„Wintergarten“ im CADU

Groß, hell, gemütlich und mit freundlichem Service – so haben wir bisher unsere eher kürzeren Abstecher ins gute alte C.A.D.U. erlebt. Das „Café an der Uni“ liegt ziemlich praktisch zwischen Odeonsplatz als Eingangstor zur Shopping-Altstadt und dem Siegestor gen Schwabing. Hier führt einen der Weg früher oder später sowieso an dem Bürgersteigabschnitt vorbei, der schlichtweg zu einer recht großzügigen Sonnenterrasse umgebaut wurde.

Draußen flanieren, Porsches beim Auf- und Abbrausen auf der Ludwig- über Leo- und wieder zurück zur Ludwigstraße zugucken, Sozialstudien betreiben und herrlich Sonnenbaden. Noch schöner geht’s eigentlich nur direkt auf der Leopoldstraße, Höhe Münchner Freiheit, wo man aber den Nachteil hat, an Sonnentagen eigentlich gar keinen Platz mehr bekommen zu können, wenn man nicht gerade schon am Morgen selbigen besetzt… 🙂 Das sieht hier schon etwas entspannter aus.

Einfache Speisen zu moderaten Preisen, fix auf den Tisch

© citybasics.de Innenbereich

© citybasics.de
Innenbereich

Das Publikum ist eher locker und unkompliziert – logisch, befinden wir uns in Uni-Nähe und quasi gleich nebenan von der Staatsbibliothek. Da drängt sich das CADU für eine Snack-Pause förmlich auf.

Die Frühstückskarte bietet einen netten Mix an kleineren und größeren Schmankerln zu nicht überzogenen Preisen dafür netten Namen aus der Welt des Wissens… So beglückt uns Einstein (Physik) mit lecker Rührei sowie u. a. Wurst- und Käseteller und Thomas Mann (Literatur) verführt uns mit lecker Bagel und Joghurt mit Früchten. Hingegen bringt uns Sepp Vettel (Schnelligkeit) das Super-Spinatomelette auf den Tisch und Pamela (Luderfrühstück) kuriert mit Räucherlachs und Frischkäse ihren Hangover aus. Und das geht den ganzen Tag lang – genauer gesagt bis 23:30 Uhr! Länger geht wohl nicht in Minga.

© szenemuc Sandwichturm "Goethe Akte"

© szenemuc
Sandwichturm „Goethe Akte“

Die Palette ist vielfältig und natürlich gibt es auch Snacks Baguettes, Pizzen, Salate und weitere Schmankerl im Angebot. Ich versuchte mich, da ich keinen Megahunger hatte, am „Goethe Akt“, also dem Sandwichturm (siehe Bild). War lecker und frisch, hat gemundet und satt gemacht, allerdings sind die Zutaten selbige, die eigentlich jeder Student sowieso im Kühlschrank hat. Also Toast, Käse und Hinterschinken, ein bissal Gurke oder sonstwas Frisches dazu und ein gekochtes Ei. Das kann auch ein abgemagerter Kühlschrank. War jetzt also kein Highlight, aber dafür doch recht lecker und schnell auf dem Tisch.

Ich werde das Lokal im kommenden Sommer hoffentlich sonnenterrassenmäßig entsprechend häufiger aufsuchen können, um mich ein bisschen weiter durch die Angebotspalette zu futtern.

Bis dahin habe ich aber erstmal nichts auszusetzen, außer – natürlich – dass das WLAN mal wieder nicht funktioniert hat (oder überlastet war, wir wissen es nicht). Ist ja nicht ganz unwichtig für den ein oder anderen…

Guten Hunger!

CADU
Ludwigstr. 24
80539 München

Loungiger Sonntagsbrunch zwischen Surfbrett und Kunst

Persönliche Bewertung:  Bewertungen_5 Sterne

Preis Brunch: 19,90 EUR p.P.
Wann? Sonntags, 10-16 Uhr

© szenemuc

© szenemuc

Das Arts ‚n‘ Boards überrascht mit einer enormen Vielfalt beim Brunch und hat parallel dazu eine hübsche Frühstückskarte für die „Eiligen“ oder den Gast mit kleinerem Hunger in petto. Sehr loungige Atmosphäre und ein gemütlicher Biergarten für die wärmere Jahreszeit sorgen dafür, dass man gar nicht mehr gehen möchte. Toller Service und ein Lächeln inklusive.

Der coolste Laden in Schwabing – nicht nur für Hipster

Das Arts ’n‘ Boards ist ja mittlerweile bekannt in der Münchner Gastroszene – hauptsächlich als Hot Spot für die jungen Kreativen und coole Location für den Drink am Abend zwischen Surfbrettern und eigenwilliger Kunst zum Gucken und Kaufen. Der Laden geizt nicht mit Gemütlichkeit und der hohe Chillfaktor zieht mich des Öfteren zum Feierabendbierchen und Snack mit Freunden dorthin (siehe auch meine News vom 22.8.14)

© szenemuc

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Seit letztem Jahr gibt es hier auch ein Brunchbuffet am Sonntag und nun habe auch ich endlich einmal den Weg dorthin zum hochgelobten Wochenendcouch-Frühstück geschafft. Und ich denke, ich kann wohl recht objektiv behaupten, dass die bisherigen Berichte und Fotos aus dem Netz tatsächlich nicht gelogen haben. Meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.

Eines der umfangreichsten Brunch-Buffets in town

© szenemuc

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Für 19,90 EUR p.P. kann man hier alles Schlemmen, was das Frühstücksherz begehrt. Von Müsli und Mini-Pancakes, Croissants und allerlei süßem, fischigem (Lachs) und herzhaftem Belag (große Käse- und Wurstvielfalt) über eine enorme Kuchenvielfalt und Muffins sowie lecker Joghurts und Bircher-Müsli, kleinen Salaten im hübschen Einmachgläschen bis hin zum deftigen Part mit Weißwürsten, Serviettenknödeln, Pasta & Co. kann man hier vom Frühstück direkt zum Mittagessen übergehen… sollte man genügend Platz im Magen dabeihaben. Man müsste in der Tat das Wochenende eher gehungert haben, um am Sonntag hier überhaupt ansatzweise alles durchprobieren zu können. Säfte sind hier auch inklusive, so muss man nur den – auch ziemlich leckeren – Kaffee extra bestellen.

Es gibt natürlich auch „normales Frühstück“ (10:00 bis 16:00 Uhr) – die Karte kann man auf der Homepage online einsehen (wie auch alle weiteren „Tageszeiten“ auf jeweils separaten Speisekarten).

Sehr cosy aber trotzdem mehr Platz für die Gäste als gedacht

© szenemuc

© szenemuc

Von Außen glaubt man es kaum, aber es gibt ausreichend Plätze und sehr chillige Couchecken, die mehr Menschen fassen, als es auf den ersten Blick den Anschein macht. So bekamen wir, trotz erwarteterweiser voller Hütte, ohne Reservierung gegen 12 Uhr spontan einen netten 2er-Tisch am Fenster und haben uns ganz der sonntäglichen Fress- und Wohlfühlorgie hingegeben. Ich denke: Top! Für das Geld bekommt man Einiges geboten, der Service war auch superfreundlich und trotz ordentlichem Gästeeinfalls aufmerksam und flink.

Oh oh… hier gibt’s was zu meckern!

Einziges Manko: Es gibt zwar WLAN – man bekommt einen eigenen Zugang mit Username und Passwort für die Zeit, die man eben vor Ort am Schlemmen ist -, allerdings hat das keine Minute funktioniert. Niemand wusste so recht, warum. Der Netzempfang ist dort auch allgemein nicht sonderlich gut, so dass es schwierig werden kann, wenn man von dort aus bei Kaffee und Croissant ein wenig arbeiten möchte. Das war’s dann aber auch schon mit den Meckerpunkten…

Biergarten (© Arts 'n' Boards)

Biergarten (© Arts ’n‘ Boards)

PS: Freuen darf sich das Schlemmerherz auf den Sommer, wenn man das Frühstück wieder auf den Biergarten hinterm Haus verlegen kann. Urig und supergemütlich! Da kann man dann auch gleich noch den Nachmittag und Abend sitzen bleiben. 🙂

Kontakt

Arts ‚n‘ Boards
Belgradstraße 9
80796 München

Web: www.arts-and-boards.de
Tel. 089 2809394